Dienstag, 2. Mai 2017

20 Highlights in Melbourne

Nachdem ich ja bereits über unsere Arbeit hier berichtet habe, geht es In diesem Post um all die schönen Seiten unseres Melbourne Aufenthalts, nicht dass es unschöne Seiten gegäben hätte.. Also es geht um alles Besondere, was wir hier erlebt und gesehen haben - die  Highlights eben..



No.1
Die "Free Walking Tour" Melbourne
Wie der Name schon sagt, eine kostenlose Stadtführung bei der man 3 Stunden durch Melbournes Innenstadt latscht und allerhand sieht und lernt. Ich finde diese Tour sehr zu empfehlen, denn die Stadtführerin (eine Studentin) hat das ganze sehr nett und sympatisch gemacht. Wir haben dabei einiges an Sehenswertem entdeckt, wovon wir natürlich vieles auch schon vorher einmal gesehen hatten. Trotzdem eine super Tour alles in allem!



No. 2
Die "Whitenight"
War (so sind wir uns einig) das beste Highlight unserer Melbournezeit. Est ist ein Fest, das am 18 Februar von abends um 7 bis morgens um 7 statt fand und bei dem wir jede Menge Kunst in Form von Lichterprojektionen an Hausfassaden bewundern konnten. So richtig in Worte zu fassen ist es nicht, aber es war traumhaft!






No. 3
Eine Fahrt mit dem "Melbourne Star"
Ein Erlebnis, dass ich so schnell nicht mehr vergessen werde!
Wir haben die perfekte Zeit angepasst, um mit dem Riesenrad zu fahren: bei Sonnenuntergang. Im Hellen los und im Dunkeln wieder unten angekommen. Ein traumhafter Ausblick über die Stadt und den Hafen. Einfach nur schön!





No. 4
"Chill Bro Paletas" - die coolste Eisdiele der Stadt
Mein Absoluter Favorit in Melbourne! Es gibt dort nicht nur super leckeres, hausgemachtes, mexikanisches Eis, es sieht auch noch total gut aus. Ein richtiger Augenschmaus! Aber seht selbst..





No. 5
Der "Pink Lake"
Etwas ganz besonderes für mich kleine Barbie: Mitten in Melbourne gibt es einen pinken See!
Es handelt sich dabei um einen Salzsee, der aufgrund von irgendwelchen Bakterien seine rosa Farbe erhalten hat. Fragt mich nicht wie.. Aber das Teil ist schon recht nice! Wir waren im Grunde genommen nur dort, um eine Hand voll Bilder zu machen und sind dann wieder abgedüst. Aber es war mal schön gesehen zu haben.



No. 6
Das "Moomba Festival"
Fand mitte März am Ufer des Yarra Rivers stadt und war in meinem Augen ein großer Rummel mit jeder Menge Fahrgeschäften, Buden mit Dosenwerfen und co, Foodtrucks und Wassersportwettbewerben. Bei herrlichem Wetter konnte man hier stundenlang umherwandern.



No. 7
Die Chadstone Mall
Die größte Mall der südlichen Erdhalbkugel und ich habe dort ein ziemlich abgespacetes Eis bei "scroll" gegessen.




No. 8
Die State library
Die allerschönste Bibliothek überhaupt! Wir haben hier eine kostenloses Führung zum Thema Ned Kelly mitgemacht und sowohl ein bisschen was über die Geschichte der Library als auch über den berüchtigten Kelly-Clan gelernt.




No. 9
Bar Abend im "Sister Bella"
Ein Bar-Abend darf natürlich auch nicht fehlen und diese Bar ist wirklich in der letzten, ranzigen Gasse der Stadt, ist aber allem Anschein nach der größte Hit. Es ist tatsächlich total witzig, da stark überdekoriert, und proppe voll (schon um 21 Uhr war es schwer, einen Tisch zu erhaschen). Könnte an dem guten Preis für Getränke liegen: 1 Liter Bier für 10$



No. 10
Der Queen Victoria Market
Hier waren wir zwei mal, einfach weils so eine schöne Atmosphäre in den Markthallen ist. Super zum Souvenirs und Obst & Gemüse shoppen, oder an einem  der Food- Trucks vorbei zu schauen. Außerdem befinden sich am Rande des Victoria Markets auch jede Menge Cafés, von denen eines den (laut Sarah) allerbesten veganen Cheesecake verkauft.



No. 11
Die Hanging Rocks
Eine ca. 100 Meter hohe, ziemlich abgespacete Felsformation, zu der wir einen Sonntagsausflug mit der Aupair-Familie gemacht haben. Wir sind dort mit den Kindern auf den Felsen rum geklettert und haben die Aussicht genossen. Es war tatsächlich viel schöner, als wir es erwartet haben.





No. 12
Escaperoom Challenge bei "Omescape"
Es ist doch immer wieder cool, wenn man Freunde aus der Heimat trifft und so trafen wir uns natürlich mit meinen Ex- Klassenkameraden Henne und Thore, als diese in Melbourne ankamen. Es ging in einen Escaperoom, also einen Raum in den man eingesperrt wird und dann eine Stunde Zeit hat, um mithilfe von einigen Rätzeln wieder raus zu kommen. Es war wirklich cool gemacht in "Jennys Study Room" und wir waren ziemlich überfordert. Kamen schließlich nur mit Hilfe der Mitarbeiter mit dem Endrätzel klar und wieder aus dem Raum herraus. Sarah und ich waren bei allen mathematischen Gleichungen-umstellen-um-dann-auf-Buchstabencodes-zu-kommen Aufgaben keine große Hilfe, aber was solls.. Es war trotzdem spaßig!



No. 13
Doughnut time
Der bestausehenste und teuerste Doughnut meines Lebens, aber es hat sich gelohnt, denn er war auch super lecker, der Marsdoughnut. Und sogar für die Veganer unter den Backpackern ist da was zu holen. Ein Traum also..




No. 14
Brighton Beach
Ein Must-Visit in Melbourne sind natürlich die kleinen, bunten und ziemlich süßen Strandhütten am Brighton Beach. Ich habe mich total verliebt in diesen niedlichen Strand - wären da bloß nicht noch diese anderen hunderttausend Touristen unterwegs..



No. 15
Royal botanic garden
Einer der 10 schönsten Gärten weltweit, mit mehr als 8000 Pflanzenarten ist der Botanische Garten mitten in Melbourne. Leider hat es geregnet, als wir dort waren, doch trotzdem hat er uns mehr als gut gefallen. Ein Ort an dem man gut umherwandern und relaxen kann.




No. 16
Essen in Chinatown
Wenns mal billig aber trotzdem mit großen Portionen sein soll oder aber wenn man verrückte Lebensmittel im Supermarkt shoppen will (oder als Veganer seinen günstigen Tofu schießen will). Alles möglich..




No. 17
Flindersstreet Station
Die schöne Bahnstation am Federation Square war meistens unsere Aussteig- Ststion, wenns in die Stadt ging.




No. 18
St. Klida Beach
Darf bei einer Aufzählung der schönsten Ecken der Stadt natürlich nicht fehlen. Wir haben hier Weihnachten gefeiert und ich werde nie vergessen, wie es war am heiligen Abend im Meer zu schwimmen.



No. 19
Docklands
Wir sind einmal am Hafen entlang spaziert, als wir auf dem Weg zum Melbourne Star waren, und haben die schicken Yachten beäugt.



No. 20
Melbourne Central shopping Center und Emporium
Auch das Melbourne Central Shopping Center mit seinen 292 Läden wurde das ein oder andere Mal Ziel einer unserer Ausflüge in die Stadt. Es ist cool, auch wenn man sich jedes Mal verläuft. Unter dem Shopping Center befindet sich übrigens die Central Train Station und mitten drin steht ein riesiger Turm aus dem Jahre 1888, der Coop's Shot Tower, unter einer großen Glasskuppel.
Eine gläserne Fußgängerbrücke verbindet das Shopping Center mit dem nächsten: dem Emporium. Es hat also quasi kein Ende mit dem Shoppingparadies. Wie schade, dass man als Backpapier weder Geld noch Platz im Koffer hat..


Samstag, 15. April 2017

Rund ums Essen der Aussies

Heute geht's mal um mein Lieblingsthema: Essen! Sprich Essgewohnheiten, Typische Lebensmittel und was wir hier vermissen. Also einfach mal radom 10 Fakten, die mir zum Thema Essen einfallen..

Los geht's:

1. Die Aussies mögens beim Frühstück gerne herzhaft. Ganz wie ihre Freunde aus Großbritannien..
Bei uns im Café ist der "Egg- Bacon- Muffin" der Renner. Wobei Muffin in diesem Falle für einen stinknormalen Toasty steht. Egg und Bacon sprechen für sich..

2. Brotaufstriche:
Vegemite- bei uns kennts kein Mensch und hier hat es jeder in der Küche. Ein Brotaufstrich, den die Welt nicht braucht (schmiert euch Brühe Pulver pur aufs Butterbrot und erzielt das gleiche Ergebnis). Erdnussbutter - ein Must-Eat hier in Down under - ich habe noch keinen Backpacker getroffen, der noch nicht süchtig ist.

Alles was ihr hier seht, ist Erdnussbutter.. Himmel auf Erden oder?
Vielleicht muss ich doch hier bleiben..



3. Wir kennen ihn als Berliner, ich dachte, es gibt ihn nur bei uns in Deutschland, aber hier heißt einfach nur anders: nämlich Jam Donut. Warum Donut? Hat ja schließlich kein Loch in der Mitte.. man weiß es nicht. Der einzige Unterschied zu seinem Deutschen Brüderchen ist, dass beim Jam Donut die Marmelade von oben eingespritzt wird und man somit sich das lästige "Lochsuchen" spart.. schlau die Aussies.

4. Das "Bananabread":
ist hier zu Lande auch äußerst beliebt. Ich kannte es vorher nicht.. Im Grunde ein Bananenkuchen den man kalt oder heiß und mit Butter beschmiert essen kann. Schmeckt ganz lecker, haut einen aber nicht aus den Latschen

immerhin: 2 Healthsterne hat es.. sind ja schließlich Bananen drin, oder?
Also quasi komplett gesund..


5. Lebensmittel die hier nicht zu finden gibt: das meiste findet man tatsächlich.. im Grunde sucht man nach Kohlrabi, Kopfsalat und Quark vergeblich. Ich jedenfalls. Wobei Quark habe ich tatsächlich zu unmenschlichen Preisen beim Aldi entdeckt.

Der gudde Germanstyle Magerquark - warum habe ich 5 Monate gebraucht, um ihn zu finden?
Und ich liebe Aldi übrigens, Aldi ist toll. Billig und toll..


6. "Einen Meat Pie bitte" "Sorry Sir, wir haben nur Chicken Pie" "Was? Ihr wisst aber schon, dass ihr hier in Australien seit, oder?" Huch so kanns schon mal abgehen bei der Arbeit.. Aber auch auf einem Kindergartenfest war mir die hohe Anzahl an Meat Pies (übrigens eine Teighülle mit einer Füllung aus Rindfleisch und Gravy) aufgefallen. Laut Wikipedia werden sie sogar als "nationales Symbol" für Australien angesehen. Wenn ihr mich fragt, schmeckt das Zeug, wie man sich Hundefutter in etwa vorstellt..



7. Zu Ostern:
Lind ist hier total IN - das hat uns gewundert, wir dachten, das wäre eher so was Europäisches..
Riesige Ostereier sind scheinbar beliebter, als Osterhasen. Aber der absolute Traum sind die "Hot Cross Buns", süße, warme, weiche Brötchen mit einem Schoko- oder Zuckergusskreuz drauf.



8. Brot:
In der Regel ist man hier Toastbrot. Die Australier kennen kein Schwarzbrot und halten Toast, dass nicht zu 100% optisch weiß ist, für Vollkorn. Sehr gesund!

9. Tim- Tams:
Das leckerste typisch australische Naschkram! Ich werd es vermissen, wenn ich hier wieder weg bin! Im Grunde jetzt schon (diätbedingt). Sehr empfehlenswert ist übrigens auch Timtamtorte! Jedenfalls in Maßen, denn wenn mans übertreibt, ist einem stundenlang schlecht (Ich spreche aus wiederholter Erfahrung..) 



10. Der Asiatische Einfluss:
Natürlich gibt es Chinatowns und Stadtviertel mit besonderes vielen asiatischen Anwohnern, aber was ich meine sind die Sushiläden. Es gibt sie hier an jeder 2ten Straßenecke und sogar im Supermarkt, so wie ne Fleischtheke nur halt mit Sushi.. Blöd nur, wenn man keinen Fisch mag.

Sooo.. das wars jetzt auch schon mit meiner Faktensammlung.. Wollt Ihr mehr Sinnloses über Down Under hören? Oder lieber wieder Storys über unsere Unternehmungen hier? Hinterlasst doch mal einen Kommentar!

Ich wünsche euch allen happy Easter! Und einen fleißigen Easter Bunny!
XXX Hannibunny (feel free to call me like this on Easter)

Sonntag, 9. April 2017

Arbeit und Alltagsleben in Melbourne



Es ist wohl an der Zeit, mal über unser Leben hier in Melbourne zu berichten.. Schließlich sind wir schon 2 Monate hier und bleiben auch noch einmal einen.



Also los geht’s! Zunächst einmal zu unserer Wohnsituation:
Lässt sich wohl mit dem Satz „Wir haben richtig Schwein gehabt“ zusammenfassen – also wirklich: so viel Glück muss man erst mal haben!
Sarah hat ja bereits als wir noch in Deutschland waren einen Aupair Job klar gemacht. An dieser Stelle kurz die Story wies dazu kam (wer sie schon kennt, einfach beim nächsten Absatz weiter..): Also.. es gibt ja immer diese Quizdinger im Radio und Sarah rief eine zeit lang wie eine Besessene immer wieder bei RSH an, um dort 10.000 Euro zu gewinnen. Irgendwann kam sie dann auch mal durch und ihre Antwort war leider falsch.
Doch die Aktion entpuppte sich letztlich doch als äußerst hilfreich, denn wie Sarah so am erzählen war, wofür sie denn das Geld gewinnen wolle, hörte doch tatsächlich ein in Melbourne lebender Deutscher den Radiosender. Und wie der Zufall es eben wollte, suchte er auch grade ein Aupair. So kam eins zum Anderen und wir Zeit landeten letztlich hier in Melbourne.

Für 3 Monate hat Sarah nun ihren AuPair Job hier und ich habe das riesige Glück, dass die Familie so super nett ist und mich mit hier wohnen lässt.
Wir leben nun also bei einer tollen Familie mit drei süßen Kindern im Stadtteil Canterbury in einem riesigen Haus mit Pool. Sarah und ich haben ein schönes Zimmer mit eigenem Bad, das keine Wünsche mehr offen lässt und genießen es, nach der Zeit, die wir im Auto verbracht haben, hier in einem himmlischen Doppelbett zu schlafen.




Zur Location:
Wir leben im einer ruhigen Gegend, wo den Gebäuden und Porsches nach zu urteilen, jede Menge Menschen mit Geld wohnen. Von der Nachbarschaft bekommt man allerdings nicht allzu viel mit, da man sich hinter hohen Gartenzäunen verschanzt – nichts für Dorfkinder..
Aber in der Stadt zu sein hat schon seine Vorteile irgendwie. Wir latschen ca. 20 min zu der Shopping Straße unseres Suburbs, wo übrigends auch das Fittness Studio unseres Vertrauens ist (ausser Supermärkten und Klamottenläden gibts auch jede Menge Cafés, Restaurants, Apotheken – man munkelt es sei der Stadtteil mit den meisten Apotheken - und ein Kino) Das Car wird im Grunde genommen nicht mehr genutzt, da alles zu Fuß gemacht wird. Bahnhof 10 min weg, 20min mit der Bahn zum CBD (die richtige Innenstadt Melbournes) – tippi toppi. Und dann gibt’s noch unsere Laufstrecke (für Blondinen/ Orientierungsfreie) ein Fuß-/ und Radweg, der kilometerlang durch die ganze Stadt geht und nicht an der Straße entlang führt, genannt „Anniversary Trail“ - ist wirklich super das Teil, außer es ist dunkel, dann ist´s ein kleiner Albtraum mit den ganzen Unterführungen..

Zum Alltag/ Hobbys:
1) Number one natürlich: euch Lieben auf dem Laufenden halten.. Blog, Intagram, Whatsapp, stundenlang telefonieren (uhh falls jemand Intresse hat – klingelt per Whatsapp Sprachanruf durch)
Naja manchmal muss ich mich aufraffen, den Blog fort zu führen, aber wenn man erst mal dabei ist, macht´s schon Spaß

2) dicht gefolgt vom Sport, sprich 3 mal die Woche Gym + 3 mal die Woche joggen + 1 Chillday (an dieser Stelle: ich vermisse das Reiten ein bisschen, falls mir jemand ein Pferd schenken möchte, wenn ich wieder da bin, wäre ich zu tiefst dankbar – außer es ist der letzte Klepper, den will ich dann auch wieder nicht..)

3) dann bin ich total zur Leseratte mutiert (keine Ahnung wie das passieren konnte.. warscheinlich ein Resultat aus der Farmzeit ohne TV und Internet)

4) kann Ich Internet- zocken als Hobby einstufen? Weiß jeder was gemeint ist, oder?

5) uhhuu Reise planen ist natürlich auch ganz groß dabei (derzeit suchen wir Chouchsurfer, die uns gnädigerweise ein paar Tage aufnehmen wollen)

6) und die eigentliche Nummer Eins unter den Freizeitbeschäftigungen: Shoppen! (also Essen natürlich) Die Kombi mit Kalorienzählen als Lieblingsbeschäftigung ist übrigens nicht die geilste..

7) hmm Netflix.. Netflix ist auch ganz groß dabei (danke an Laura an dieser Stelle!) und kinox irgendwie auch..
Tatort auf der ARD Mediathek ist ja leider nur vormittags möglich – ist auch besser so - da sind die Kinder schließlich in der Schule und kommen nicht in die Versuchung, verbotener Weise einen Film mit Räubern (wie Jonas sagen würde) zu schauen..

soo.. jetzt fällt mir grade auch nichts mehr ein, was wir standardmäßig hier so machen..










Zu den Wochenenden:
Ahh ne das mach ich noch mal in einem separaten Post..
hui die Spannung steigt..

Zur Arbeit:
Also was Sarah als AuPair so macht, kann man sich wohl denken – auf die Kinderchen aufpassen. Vor allem auf den Kleinsten. Hauptsächlich: Zugeisenbahn spielen, puzzeln, vorlesen, Spielplatz, wieder Zugeisenbahn (in korrekter Aussprache: Tschugeiseban).. Außerdem ein Paar aufgaben im Haushalt,wie Tisch decken, Küche aufräumen, Brotdosen klar machen etc..
Mein Job im Haushalt ist Bügeln und ich muss sagen, ich bin zu einem richtigen Bügelfan geworden – ich könnte es quasi schon bei Hobbys mit hinschreiben. Ohne Witz jetzt! Ich kann meine Klamotten nicht mehr ungeügelt anziehen – wie soll das nur auf der weiteren Reise werden?

Und nun zu meiner Arbeit im „Denmarkhill Café“. Erstmal wie ich an den Job gekommen bin: hier in Australien ist es üblich, von Tür zu Tür (sprich von einem Café/ Restaurant zum Nächsten) zu gehen und den Leuten seinen Lebenslauf in die Hand zu drücken, welche behaupten, sie würden sich melden, um dann den Lebenslauf sofort in die dafür vorgesehene Papiertonne zu pfeffern. Am Anfang ist man noch motiviert, bis man seinen Satz das 1000ste mal runtergerattert hat.. ohne Erfolg.
Ich bin in sengender Hitze durch unsere Shoppingstraße gerannt, bis ich eigentlich schon die Hoffnung aufgegeben hatte. So ziemlich das letzte Café der Straße (schon etwas abgelegen von allem anderen) war dann das Denmarkhill. Die Managerin suchte tatsächlich grade jemanden und lud mich sofort zum Probearbeiten am nächsten Tag ein. Ich war so super happy!




Und so kam ich dann zu meinem Job im Café, der mir übrigens total viel Spaß macht. Vor allem, weil sowohl Kollegen als auch Kunden sehr nett sind (es gibt fast nur Stammkunden und ich kenne mitlertweile schon einige Namen)
Was mache ich da so?
Meine Aufgaben sind abwechslungsreich..
- Kunden bedienen und abkassieren
- Kaffee zu den Tischen bringen
- Sandwiches toasten und einpacken
- Tische abwischen
- Milchshakes, Säfte und Smoothies machen
- Take away Becher, Sevietten etc. nachfüllen
- Tee kochen
- Geschirrspüle ein- und ausräumen
- Lunchspecials ans Blackbord schreiben
- Kühlschrank nachfüllen
Und und und.. 
Es ist also selten langweilig.








Alles in allem bin ich also sehr zufrieden mit mein Wohn- und Arbeitssituation! Man kanns eigentlich kaum besser treffen..


Samstag, 18. März 2017

Wochenendausflug nach Penguin Island


Eigentlich heißt die Insel ja „Phillip Island“ - also nur um die Überschrift noch mal zu korrigieren.. Warum die Insel diesen Spitznamen trägt? Tja wir können es uns wohl alle denken..

Nachdem Sarah und ich nun schon ein paar Wochen hier in Melbourne verbracht hatten (dazu im nächsten Blogpost  mal mehr) war es am11ten März soweit, endlich ging es los zu auf unseren lang geplanten Wochenendtrip – zusammen mit unserer Grundschulfreundin Estelle, die geradewegs aus dem schönen Sydney angereist war.

die drei Pansdorfer Blondies am anderen Ende der Welt

Wir trafen uns am Brighton Beach (Melbourne), wo wir Estelle in unser Auto luden, natürlich erst nachdem wir das ein oder andere Foto vor den „Bath Boxes“ (den süßen, bunten Hütten am Strand), für die der Brighton Beach bekannt ist, gemacht haben.

Man muss sagen, dass wir positiv vom Wetter überrascht worden waren. Die ganze Woche schon war fürs Wochenende Regen angesagt, doch nun war super Wetter, was uns natürlich ziemlich freute.








Unser nächster Stopp war der (/die/ das) „Red Bluff“ - eine (wie der Name schon sagt) rote Felsformation am Strand. Sehr schön, um darauf rum zu kraxeln. Und Fotos zu machen. Natürlich Fotos - was auch sonst..






Dann gings weiter, bis wir nach ca. 2 Stunden auch schon unser Ziel erreicht hatten. Unspektakulär per Brücke ging es rüber auf die Insel.
Die etwa 100km² kleine Insel ähnelt in unseren Augen Dänemark. Jedenfalls zu Teilen.


Den Samstag Nachmittag verbrachten wir am Strand, also es war kein Strandwetter (eher so bewölkt) also sind wir am Strand spazieren gegangen. Gott wie langweilig sind wir. Wie so drei Omis..





Aber am Abend kam dann das lang erwartete Event: die Pinguin Parade! Das Highlight der Insel.
Wir düsten also zum anderen Ende von Phillip Island, um es uns dort auf einer Tribüne am Strand gemütlich zu machen (zwischen Horden von Asiaten). Die Karten für den Spaß waren natürlich schon lange im Voraus gebucht worden.
Vor lauter Vorfreude starrten wir gebannt aufs Wasser hinaus.
Erst nach Sonnenuntergang wagten sich die ersten Pinguine ans Land. In kleinen Grüppchen watschelten sie an den Strand , wurden dabei das ein oder andere Mal wie Bowling Pins von einer Welle um geschubst und sahen recht putzig aus. Hier in Australien gibt es Zwergpinguine, die nur ca. 30-40cm hoch sind. Ich hätte nicht gedacht, dass Pinguine so klein sein können.. völlig niedlich. Ich bin in love! Das nächste Haustier steht fest.

Bestimmt eine dreiviertel Stunde lang schauten wir uns die süßen Pinguine an, wie sie in Guppen über den Strand in Richtung Büsche watschelten. Danach konnte man dann über einen Holzpfad zurück zum Parkplatz gehen und dabei die vielen Pinguine in den Dünen sehen. Die Tiere sind kein Bisschen scheu und kommen den Unmengen an Besuchern ganz nah.



Nach einer Nacht im 12 Betten Zimmer unseres Hostels, wo wir übrigens nicht so Glück mit den Mitbewohnern hatten (lautstarkes telefonieren morgens um halb 7), wurde am nächsten Morgen am Frühstückstisch der Tag geplant. Hanna wollte (wie solls auch anders sein) eine Schokoladenfabik besichtigen, konnte die anderen aber nicht so recht überzeugen. Das Risiko einer Naschattacke war zu hoch..
Da es auf Pinguin Island nicht viel mehr als besagte Pinguine zu sehen gibt (also jedenfalls wenn man kein begeisterter Motorsportfan – ich sage nur Formel 1 – ist), einigten wir uns darauf, zuerst einen Naturpark zu besichtigen, in dem es angeblich Koalas und Wallabys zu sehen gibt.
Aber zuvor musste erst noch eine Arztpraxis aufgesucht werden. Sarah war nämlich bereits als wir am Samstag losfuhren nicht besonders fit. Am Sonntag gings ihr dann gar nicht mehr gut (Halsschmerzen, Fieber und alles) – da beim Arzt die Hölle los war, musste sie sich auf einen Termin am späten Nachmittag vertrösten lassen.
Wir fuhren also dann zunächst zu besagtem Park, wo Estelle und ich einen Sparziergang machten, während Sarah sich im Auto ausruhte. Gott sie tat mir so leid..




Weder Koalas noch Wallabys wurden gesichtet. Toller Naturpark. Einzig eine große, schwarze Schlange begegnete uns. Sie sah gefährlich aus und war es vermutlich auch. Aber naja, jetzt können wir wenigstens von uns behaupten, in Australien auch mal eine Schlange gesehen zu haben. Keinen frei lebenden Koala, aber ne Schlange – super - was will man mehr?



Im Anschluss an diese kleine Wanderung führen wir dann nach Cowes (sowas wie dem Hauptort der Insel), wo an diesem langen Wochenende auch nicht grade wenig los war. Dort gibt es eine Touri- Straße, wo sich Eisdielen, Pizzerias und Souvenirläden aneinander reihen, wo wir das (meiner Meinung nach) geilste Eis Australiens aßen – ich sag nur Eissorten wie Mars, Rocher etc..



Und dann gings ab an den Strand – diesmal bei tollem Strandwetter – wo wir uns noch für 2 Stunden hin legen konnten, bevor es zurück zur Arztpraxis ging. Dann war es auch schon 17uhr oder so, als wir uns auf den Weg machten, die Insel wieder zu verlassen und unseren Krankentransport Richtung Melbourne starteten.
Als wir über die Brücke zurück ans Festland fuhren, konnten wir tatsächlich noch einen Seelöwen sehen, der unten am Wasser auf einem Felsen saß. Also wieder ein Wildtier Australiens abgehakt.
Uhhh und das hätte ich fast vergessen: wir sind irgendwann am Vormittag auf Phillip Island tatsächlich in eine Polizeikontrolle geraten, die erste meines Lebens sogar. Ich hatte leichte Panik, da ich meinen Führerschein zu Hause vergessen hatte und keine Plan hatte, was genau in Australien die Fahrzeugpapiere sind, aber all das mussten wir zum Glück nicht vorzeigen. Uff..
Dafür musste ich einen Alkoholtest machen, bei dem ich mir ja keinerlei Sorgen machen brauchte, da ich ungefähr seit Weihnachten nichts mehr getrunken hatte (by the way: die Alkoholpreise in Australien übersteigen eure kühnsten Albträume).
Naja irgendwann waren wir dann wieder zu hause und ließen das Wochenende mit entspannt mit einem Filmabend ausklingen.
So ging ein sehr schönes Wochenende auf Penguin Island zu ende und wir freuen uns schon, wenn wir Estelle im Sommer in Deutschland wiedersehen, oder vielleicht in Thailand? Man weiß ja nie so recht..